Page 53 - Stafflenberg - Digitale Broschüre
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das Projekt eine Verantwortung nicht nur für die die neuen Bewohner und die die unmittelbaren Nachbarn sondern auch als weithin sicht­ bares Ensemble innerhalb der Stadt Plastizität und Haptik spielen bei dem Ensemble eine besondere Rolle Wie kommt es dazu?
Es war uns von Anfang an an wichtig der Quali­ tät des Ortes auch in der Architektur und der Materialität gerecht zu werden Beispiels­ weise unterstreichen die tiefen Laibungen der großformatigen Fenster und Loggien die Wertigkeit des Ensembles von außen und rahmen innen gleichzeitig die Blicke aus den Wohnungen über die Stadt Die Farbgebung ist inspiriert durch Giorgio Morandi Woher stammt dieser
Bezug?
Durch die Größe des Projektes hatten wir früh das das Gefühl dass die Einzelbaukörper innerhalb des Gesamtensembles differen­ ziert werden müssen Neben den den bewussten Staffelungen und leichten Verformungen
der Außenkubatur bietet Farbe in in Verbindung mit unterschiedlichen Putzstrukturen die Möglichkeit die Gebäude in in Nuancen einer Farbfamilie im Sinne Morandis Farbkanons
zu tönen Die Häuser erscheinen so mit­ einander verwandt aber nicht gleich Was ist für Sie das einzigartige Merkmal des Projekts? Was haben Sie hierbei viel­ leicht sogar zum ersten Mal gemacht oder angewendet?
Kein Projekt keine Ausgangslage gleicht der anderen deshalb ist jedes Architekturprojekt individuell und einzigartig Die Ausgangs­ bedingungen in in der Stafflenbergstraße waren hinsichtlich Grundstückszuschnitt Topografie
und baurechtlichem Korsett sicherlich außergewöhnlich Das formale Spiel aus polygonalen skulpuralen Bau­ körpern ist eine Reaktion auf die spezifi­ schen Gegebenheiten und auch für uns das besondere Merkmal dieses Projektes Abschließend gefragt: Was ist Ihr persönliches Highlight im »Stafflenberg Gänsheide«?
Wir möchten nicht ein ein einzelnes Highlight herausgreifen sondern sehen eher in der der Balance zwischen urbaner Dichte bei gleich­ zeitig hoher Wohn­ und Lebensqualität an diesem besonderen Ort die die große Qualität des Projektes Im Interview mit Hannes Riehle (o ) und Maximilian Köth (u ) 53 ARCHITEKTUR ––––– Architekten 


























































































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